Das erste Horn von Richard Schwartz

Genre: 
 (Band 1)

Verlag: 
Piper
Erscheinungsjahr: 
2007
Seiten: 
400

Das erste Horn erzählt die Geschichte eines großen Schneesturms. Der alte Krieger Havald sucht zusammen mit mehreren anderen Reisenden Schutz im Gasthaus “Zum Hammerkopf”. Sie werden eingeschneit und bilden plötzlich eine unfreiwillige Schicksalsgemeinschaft in dem abgelegenen Hof. Zusammen mit der geheimnisvollen Kriegerin, Priesterin und Magierin Leandra, die ein berühmtes Bannschwert mit sich trägt und so alle Aufmerksamkeit auf sich zieht, sondiert Havald die Lage.

Wenn sie gedacht hatten, die größte Gefahr bestehe darin, eine Gruppe rauer Briganten könnte sich in ihrer Langeweile an den Töchtern des Wirts vergreifen, wurden sie bald eines Besseren belehrt. Eines Nachts geschieht ein blutiger Mord, der nicht von einem Menschen begangen worden sein kann. Welche Kräfte verbergen sich in dem alten Gasthaus? Was lauert in den versteckten Kellergängen? Während Havald und Leandra versuchen mit Magie und Köpfchen den Dingen auf den Grund zu gehen, erreicht im Gastraum die Spannung zwischen den verschiedenen Gästegruppen einen Höhepunkt...

Ein sehr interessanter und innovativer Fantasyroman, der den Leser von Beginn an fesselt. Die Idee, eine Gruppe sich fremder Menschen auf unabsehbare Zeit zusammen in eine Haus einzuschließen, ist nicht neu (ich musste beispielsweise an Agatha Christies “Mausefalle” denken), aber ungemein spannend. Durch den begrenzten Raum konzentriert sich die Geschichte ganz auf die Entwicklungen der Charaktere und ihrer Beziehungen zueinander. Es gilt auszuloten, wer der undurchdringlichen Gestalten Freund und wer Feind ist. Dabei merkt der Leser schnell, dass auch der Ich-Erzähler Havald nicht der ist, der er zu sein vorgibt...

Schwartz' Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Die Lektüre des Buches war ein großes Vergnügen. Die Charaktere sind durchweg interessant und (fast alle) sympathisch und ihre Dialoge sind sehr unterhaltsam geschrieben. Die Geschichte steuert unaufhaltsam auf den großen Showdown zu. Dieser kam dann jedoch für mich ziemlich überraschend und war so kurz, dass er schon vorbei war, bevor ich realisiert hatte, dass er angefangen hat. Das ist jedoch ein zu vernachlässigendes Manko in diesem ansonsten großartigen Roman.

“Das erste Horn” ist der Auftakt einer größeren Reihe um das Geheimnis des alten Reiches Askir. Es gibt ein paar Hinweise auf eine größere Verschwörung, doch das Buch erzählt eine abgeschlossene Geschichte, die auch sehr gut für sich stehen kann. Ich werde mir den zweiten Band trotzdem besorgen, weil ich mich auf ein Wiedersehen mit den Charakteren freue.

 

Diese Buch habe ich für die "All you need is... Fantasy" -Challenge gelesen.

Mein Fazit:

Information zur Reihe:

Das Geheimnis von Askir

Fantasy-Reihe mit nur einem Handlungsstrang und sehr sympathischen Charakteren

1. Das Erste Horn
2. Die Zweite Legion
3. Das Auge der Wüste
4. Der Herr der Puppen
5. Der Kronrat
6. Die Feuerinseln

Hast du das Buch auch gelesen? Oder überlegst du noch, ob es was für dich ist? Ich freue mich immer über Fragen und Kommentare! (Spoiler bitte kennzeichnen)

Kommentare

Treffende Rezi! Ich würde zwar nicht ganz so viele Punkte verleihen, aber bin trotzdem der Meinung, dass das Werk richtig gute Fantasy ist. Was mich stört, ist, dass immmer alles funktioniert, Rückschläge sind nur dazu da, um überwunden zu werden, sozusagen. Aber das ist ein kleines Manko.
Richtig gut sind die Charaktere, vor allem Zokora, die sehr, sehr wenig mit einer Klischeeelfe zu tun hat. Damit schafft Schwartz seine eigenen Elfen.
Wahnsinn auch, dass die gesamte Handlung eigentlich in einem Haus abläuft. Und nicht langweilig wird!

Vielen Dank für den Kommentar und willkommen auf meiner Homepage!

Punkte sind sowieso immer sehr subjektiv. Mir hat das Buch einfach in seiner Gesamtheit richtig gut gefallen.

Zokora finde ich als Charakter auch sehr interessant. Gerade auch wie sie sich in den weiteren Bänden dann entwickelt. Hast du schon weiter gelesen?

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