Das Zeichen der Vier von Arthur Conan Doyle

 (Band 2)

Originaltitel: 
The Sign of the Four
Verlag: 
Insel Verlag
Erscheinungsjahr: 
1890
ISBN: 
978-3458350149
Seiten: 
196

Sherlock Holmes, der berühmte Privatdetektiv, versucht wieder einmal seine Langeweile mit Drogen zu bekämpfen, als glücklicherweise eine junge Frau mit einem neuen, interessanten Auftrag in der Baker Street auftaucht. Ihr Vater, ein alter Offizier, ist spurlos verschwunden – allerdings schon vor 10 Jahren.

Seit einigen Jahren erhält sie nun anonyme Briefe mit kostbaren Perlen zur „Wiedergutmachung“. Der Fall erweist sich als weit schwieriger als es zunächst scheint. Selbst Sherlock Holmes ist zeitweise ratlos. Doch dann findet er eine neue heiße Spur und ist in seinem Tatendrang nicht mehr zu stoppen.

„Das Zeichen der Vier“ ist der zweite Sherlock Holmes Roman, den ich gelesen habe. Das Buch ist für einen Roman sehr kurz und besitzt nur rund 150 Seiten. Es ist nicht ganz so atmosphärisch wie „Die Hunde der Baskervilles“, aber genauso dicht und spannend erzählt.

Der Fall ist sehr dramatisch und hat einen exotischen Touch. Es geht um große Schätze, ferne Länder und wilde Eingeborene (hier wird sehr klar, in welcher Zeit Sherlock Holmes eigentlich lebt). Von der Geschichte her hat mich das Buch stellenweise tatsächlich an eine gute ???-Folge erinnert (auf durchaus positive Weise).

Holmes beweist wieder einmal, dass er auf seinem Gebiet der Polizei meilenweit voraus ist. Der zuständige Inspektor Athelney Jones sorgt mit seinen verqueren Schlussfolgerungen für ein paar sehr nette unfreiwillige Komikeinlagen.

Ein weiterer amüsanter Nebenplot wird von Dr. Watson bestritten, der sich in diesem Buch in die junge, hübsche Klientin verliebt. Seine selbstkritischen Schilderungen seines verliebten Benehmens und Sherlock Holmes' Kommentare dazu brachten mich ein ums andere Mal zum Schmunzeln.

„Das Zeichen der Vier“ ist ein kleiner, aber feiner Kriminalroman. Für Sherlock Holmes – Fans natürlich Pflichtlektüre, für alle anderen sehr spannende und gut erzählte Unterhaltung im historischen Gewand.

Mein Fazit:

Information zur Reihe:

Sherlock Holmes Romane

Die einzelnen Sherlock Holmes Romane sind alle in sich abgeschlossen und können in beliebiger Reihenfolge gelesen werden.

1: Eine Studie in Scharlachrot (1887)
2: Das Zeichen der Vier (1890)
3: Der Hund der Baskervilles (1902)
4: Das Tal der Angst (1915)

Sir Arthur Conan Doyle hat auch fünf Kurzgeschichten-Sammlungen zu Sherlock Holmes veröffentlicht.

Wurde noch jemand durch Sherlock dazu inspiriert die Original Holmes-Bücher zu lesen? Ich freue mich immer über Fragen und Kommentare! (Spoiler bitte kennzeichnen)

Kommentare

Kommentar schreiben

Die Planetenkrieger - im weltweiten Netz seit 2000