Schwarzer Mond über Soho von Ben Aaronovitch gelesen von Dietmar Wunder

Reihe: 
 (Teil 2)

Sprecher: 
Wunder, Dietmar
Autor: 
Aaronovitch, Ben
Verlag: 
Jumbo Neue Medien & Verlag
Erscheinungsjahr: 
2012
Länge: 
4h 25min
 (gekürzt)

Noch bevor sich Peter Grant von seinem ersten Fall erholt hat, warten bereits neue Aufgaben auf die magische Spezialeinheit der Londoner Polizei. Diesmal gilt es mysteriöse Musikermorde aufzuklären und einen schwarzen Magier zu fangen. (Diese Rezension enthält Spoiler zu Band 1 "Die Flüsse von London").

Da sowohl sein Chef und magischer Mentor Nightingale als auch seine Kripo-Kollegin Lesley noch von den Geschehnissen in Band 1 geschwächt sind, ist Peter zunächst bei seinen Ermittlungen auf sich allein gestellt. Beim Tod eines begabten Jazz-Musikers wurden magische Spuren entdeckt. Peter geht der Sache nach und findet heraus, dass schon seit vielen Jahren immer wieder Musiker auf ungeklärte Weise zu Tode kamen. Gleichzeitig wird der Magierlehrling beauftragt, ein magisches, weibliches Wesen zu jagen, das in den Nachtclubs von Soho sein Unwesen treibt und sich auf grausamste Weise an den Clubbesuchern vergreift.

Bei seinen Recherchen in den dunkelsten Ecken des Londoner Szeneviertels begibt sich Peter mehr als einmal in große Gefahr. Er stößt auf die Spuren eines schwarzen Magiers und erfährt so, dass Nightingale und er bei weitem nicht die einzigen Zauberer in England sind. Als hätte er nicht schon genug zu tun, muss Peter nun auch noch Informationen über Magiegeschichte einholen und stößt dabei auf einige dunkle Kapitel in der Vergangenheit.

Im ersten Band hatte mir vor allem die kunstvolle Verbindung von Magie und Moderne zugesagt, die Aaronovitch durch die Kombination von zeitgenössischer Technik und Zauberei gelungen ist. Dieses Phänomen hat auch in der Fortsetzung nichts von ihrem Reiz verloren. Peter lernt ganz neue, interessante magische Wesen kennen und erfährt mehr über die Geschichte der Zauberei und ihre Rolle in Vergangenheit und Gegenwart, was sehr spannend zu hören ist.

"Schwarzer Mond über Soho" ist als Hörbuch sehr schön zu hören. Dietmar Wunder hat eine sehr angenehme Stimme, betont gekonnt und findet immer das richtige Erzähltempo. Dass die Geschichte aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, kommt dem Medium Hörbuch sehr entgegen und die gesprochene Sprache unterstützt meiner Meinung nach die ganz besondere Darstellung der Magie in Aaronovitchs Werk. Magie wird hier mit allen Sinnen empfunden, ist Geruch, Gefühl und Geräusch zugleich. Beim Hören kommt das noch besser rüber als beim Lesen (Band 1 hatte ich ja noch in Buchform konsumiert) und gerade in Verbindung mit der Musik, die in diesem Band eine wesentliche Rolle spielt, lässt sich der Roman mit geschlossenen Augen noch besser genießen. Leider muss man sich die Musik im Kopf selbst erschaffen, bei diesem Hörbuch hätte sich eine gezielte musikalische Untermalung sehr angeboten.

Die Geschichte ist etwas düsterer als im ersten Band und an einigen Stellen richtig gruselig. Der schwarze Magier wird mehr und mehr zu einer sehr ernsthaften Bedrohung und dass Peter es als völlig unerfahrener Zauberlehrling quasi allein mit ihm aufnehmen muss, macht die Lage noch viel dramatischer.

Auch im zweiten Band der Peter Grant Reihe überzeugt Aaronovitch mit einer fantastischen Mischung aus Magie und Moderne. Die Story ist düster und spannend und führt den Leser immer tiefer in eine magische Alternativwirklichkeit, über die man immer mehr erfahren möchte.

Mein Fazit:

Information zur Reihe:

Peter Grant

Humorvoll-fantastische Romanreihe um den magisch begabten Londoner Polizeiinspektor Peter Grant

1: Die Flüsse von London
2: Schwarzer Mond über Soho
3: Ein Wispern unter Baker Street
4: Broken Homes (bisher nur engl.)

Ich freue mich immer über Fragen und Kommentare! (Spoiler bitte kennzeichnen)

Kommentare

Kommentar schreiben

Die Planetenkrieger - im weltweiten Netz seit 2000