Das verlorene Labyrinth von Kate Mosse gelesen von Julia Fischer

Sprecher: 
Fischer, Julia
Autor: 
Mosse, Kate
Verlag: 
Audible
Erscheinungsjahr: 
2009
Länge: 
8h 35min
 (gekürzt)

Bei einer Ausgrabung findet die Hilfs-Archäologin Alice durch Zufall eine verschüttete Höhle. In deren Innern entdeckt sie das Bild eines Labyrinths, das ihr seltsam vertraut vorkommt. Dieses Gefühl verstärkt sich, als sie einen Ring findet, der das gleiche Motiv zeigt.

Dass das geheimnisvolle Labyrinth eine weit ältere Geschichte hat, erfahren wir in einem zweiten Handlungsstrang, der uns in das Frankreich des 13. Jahrhunderts entführt. Dort kommt die junge Alais einem Geheimnis auf die Spur, das mit drei mysteriösen Büchern und eben jenem Labyrinth zu tun hat. Es geht dabei um uraltes Wissen, das ewige Leben, den heiligen Gral und vieles mehr. Neben diesem Rätsel gilt es noch einen Krieg abzuwehren und Morde aufzuklären und auch die Liebe kommt nicht zu kurz.

Die Sprecherleistung von Julia Fischer ist sehr solide. Sie hat eine angenehm warme und klare Stimme und führt souverän durch den Text. Sie tritt als Sprecherin stets hinter die Geschichte zurück. Stellenweise hätte sie etwas weniger zurückhaltend lesen und mehr eigene Akzente setzen können. Ich persönlich bevorzuge ganz generell männliche Sprecher, aber das ist Geschmacksache. Für die beiden weiblichen Hauptpersonen passt Fischers Stimme recht gut.

Ich weiß nicht, ob es an der Erzählweise lag oder ob man das Buch lieber lesen als hören sollte, aber ich bin überhaupt nicht in die Geschichte hineingekommen. Die Grundidee ist durchaus spannend und auch verhältnismäßig originell, aber die Story braucht viel zu lange, um sich zu entfalten, die spannenden Stellen sind zu rar gesät. Der finale Höhepunkt, auf den beide Handlungsstränge zulaufen, hat mir hingegen gut gefallen. Hier habe ich richtig mitgefiebert.

Interessanterweise fiel es mir leichter, den Ereignissen im Mittelalter zu folgen als den Geschehnissen der Gegenwart. Die Hauptpersonen waren mir recht sympathisch und ihr Leben wurde sehr anschaulich geschildert. Die eingestreuten französischen Phrasen und Sätze Dialoge trugen zum Aufbau einer authentischen Atmosphäre bei (und waren auch für mich als Nicht-Französisch-Sprecher gut verständlich).

Sehr schade, dass “Das verlorene Labyrinth” sein Potenzial sonst nicht voll ausschöpfen konnte. Eine etwas straffere Erzählweise in der ersten Hälfte der Geschichte hätte dem Buch gutgetan.

Mein Fazit:

Ich freue mich immer über Fragen und Kommentare! (Spoiler bitte kennzeichnen)

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