Tintentod von Cornelia Funke

 (Band 3)

Verlag: 
Dressler
Erscheinungsjahr: 
2007
ISBN: 
978-3791504766
Seiten: 
768

Wer “Tintenblut” gelesen hat weiß, welch wichtige Aufgabe Meggie und ihre Freunde im dritten und letzten Band der Tintenwelt-Trilogie zu erfüllen haben. Alle anderen könnten in dieser Rezension auf ein paar Spoiler stoßen.

Nach wie vor geht es um die Macht der Worte, der geschriebenen wie der gelesenen. Meggie und all die Autoren und Vorleser, die mittlerweile in der fantastischen Tintenwelt gelandet sind, müssen die Worte finden, die die Toten wiedererwecken können. Doch Fenoglio, der Erfinder der Tintenwelt ist mittlerweile so erschüttert davon, was mit seiner Welt passiert ist, dass ihm einfach keine Worte mehr einfallen wollen. Und Orpheus, der nicht nur schreibt, sondern seine Worte auch selbst zum Leben erwecken kann, nutzt seine neugewonnene Fähigkeit lieber um Geld und Ruhm zu erlangen.

Derweil weitet der grausame, mittlerweile unsterbliche Natternkopf seine Herrschaft über die Tintenwelt immer weiter aus. Wird es Meggie und ihren Freunden gelingen, ihn aufzuhalten bevor es zu spät ist?

“Tintentod” überzeugt genauso wie “Tintenblut”. Funkes fantastische Welt ist so lebendig und detailgetreu beschrieben, dass die Lektüre zum abenteuerlichen Kurzurlaub wird. Zusammen mit den Figuren besucht man Burgen und Städte, versteckt sich mit den Rebellen in Wald und Höhlen und fürchtet die Macht der Weißen Frauen, die die Vorboten des Todes sind. Dass in dieser Welt Worte in der Lage sind, die komplette Welt buchstäblich zu verändern, macht den speziellen Reiz dieser Bücher aus.

Dieser dritte Band ist deutlich düsterer als seine Vorgänger. Die Ausgangssituation erscheint völlig hoffnungslos und lange Zeit können die Helden sich nur verstecken und bangen bis sie endlich einen verzweifelten Plan zur Rettung der Tintenwelt ersinnen. Die dramatische Lage geht an Meggie und ihren Gefährten nicht spurlos vorüber. Entwicklungen, die sich bereits im zweiten Band angedeutet haben, schreiten voran. Die Charaktere werden reifer und furchtloser.

“Tintentod” ist ein würdiger Abschluss der großen Tintenwelt-Trilogie. Ein spannendes und rundum gelungenes Buch, das seine Leser immer wieder mit neuen fantastischen Gestalten und waghalsigen Abenteuern zu überraschen weiß.

Mein Fazit:

Information zur Reihe:

Tintenwelt-Trilogie

Fantasy über die Macht der Bücher und des Lesens.

1: Tintenherz
2: Tintenblut
3: Tintentod

Ich freue mich immer über Fragen und Kommentare! (Spoiler bitte kennzeichnen)

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