Schatten über Ombria von Patricia A. McKillip

Genre: 
Originaltitel: 
Ombria in Shadow
Verlag: 
Klett-Cotta
Erscheinungsjahr: 
2002
ISBN: 
978-3608932010
Seiten: 
298

Als Royce Greve, der König von Ombria, plötzlich stirbt, droht das Reich im Chaos zu versinken. Sein Sohn Kyel ist noch ein kleines Kind und die Verwandtschaft fürchtet den Einfluss, den die mysteriöse Schwarze Perle auf den jungen Prinzen haben könnte. Keiner weiß, wie alt die Herrin wirklich ist und wie lange sie schon wie eine Spinne ihre Fäden im Palast zieht.

Viele setzen ihre Hoffnungen auf Ducon, einen Bastardsohn von des alten Königs Schwester. Doch der rastlose Mann mit den silbernen Haaren zeichnet lieber Bilder. Bilder von Orten, die (scheinbar?) gar nicht existieren. Doch Ducon will alles daran setzen, ihre Geheimnisse zu ergründen.

Neben Ducon sind auch zwei junge Frauen mit dem Schicksal Ombrias verbunden. Lydea, die Geliebte des toten Königs, vergeht vor Sorgen um den jungen Prinzen, nachdem die Schwarze Perle sie vom Hof gejagt hat. In der jungen Mag, findet sie eine wertvolle Verbündete. Mag ist die Gehilfin einer uralten und mächtigen Zauberin, die tief unter Ombria lebt. Mag soll der Zauberin helfen, einige für die Schwarze Perle unliebsame Personen zu beseitigen, doch sie ist sich plötzlich nicht mehr sicher, ob sie das überhaupt will.

Über ihnen allen schwebt der Schatten von Ombria, das Bild einer anderen dunklen Welt, die hinter, über oder neben Ombria existiert

“Schatten über Ombria” ist ein wunderbar poetischer Fantasyroman. Es ist sehr spannend, die Intrigen im Palast zu verfolgen und die vielen Geheimnisse Ombrias zu ergründen. Die ganz besondere Magie, über welche die Zauberin und vielleicht auch die Schwarze Perle verfügen, die recht eigenwillige Weltsicht der jungen Mag, die nicht einmal sicher ist, ob sie selbst überhaupt ein Mensch ist, das allgegenwärtige Mysterium des Schattens und McKillips kunstvoll-poetischer Schreibstil erschaffen eine schöne, zauberhaft-düstere Atmosphäre, durch die sich das Buch von anderen Fantasyromanen abhebt.

Ich habe das Buch mit großer Freude gelesen und alle drei Hauptpersonen in mein Herz geschlossen (auch wenn ich Ducon vielleicht ein kleines bisschen lieber mag als die Frauen – er ist einfach ein toller “geheimnisvoller Held”-Typ). “Schatten über Ombria” ist ein kleiner, aber sehr feiner Roman, der zum Träumen anregt. Sehr zu empfehlen!

Mein Fazit:

Fragen und Kommentare sind immer willkommen!

Kennt jemand die anderen Bücher von Patricia McKillip? Was könnt ihr empfehlen?

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