Die Wächter von Avalon 1: Die Prophezeiung von Amanda Koch

 (Band 1)

Verlag: 
familia Verlag
Erscheinungsjahr: 
2013
Seiten: 
416

Schon immer fühlt sich Esmé verloren in dieser Welt, spürt, dass sie anders ist als andere junge Mädchen und weiß, dass da noch mehr ist als die Welt, die wir sehen. Immer wieder träumt sie von einem jungen Mann, zu dem sie sich wie magisch hingezogen fühlt. Sie kann sich diese Träume nicht erklären. Eine gütige Macht beschützt und begleitet Esmé schon ihr Leben lang und eines Tages führt sie diese Macht auf den Dachboden ihres Ferienhauses, wo Esmé alte Fotos von fremden Kindern findet. Zusammen mit ihrem Bruder Eric geht sie der Sache auf die Spur und die beiden finden heraus, dass in ihrer Kindheit ein schreckliches Unglück geschehen ist.

Während Esmé und Eric in der Vergangenheit forschen, bereiten sich an einem anderen Ort die zukünftigen Wächter von Avalon auf ihre Aufgabe vor. Sie wissen, dass die Welt, die wir sehen, nur eine von vielen ist und sie rüsten sich für einen Krieg, denn die Kräfte des Dunkeln sind so stark wie schon seit Jahrhunderten nicht mehr...

„Die Prophezeiung“ ist der Auftakt einer fantastischen Trilogie. Es geht um Schicksal, Liebe, Magie und fremde Welten, in denen Elfen, heller wie dunkler Art, mehr als nur Legenden sind. Von der ersten Seite an, zieht die Geschichte den Leser in ihren Bann. Ich habe mich beim Lesen oft an Bücher aus meiner Jugend erinnert gefühlt, in denen Jugendliche in alten Häusern und verwunschener Natur vergessenen Geheimnissen auf der Spur waren. Amanda Koch fängt die Atmosphäre dieses Szenarios wunderbar ein und entführt ihre Leser auf eine magische Reise in die Welt von Avalon. Im Nachwort schreibt sie, dass ihr Bild von Avalon sehr stark durch Marion Zimmer Bradleys „Die Nebel von Avalon“ geprägt wurde. Bei mir ist das ähnlich und ich hatte tatsächlich durch Kochs Beschreibungen auch exakt die gleichen Bilder wie damals vor Augen. Ihre Schilderungen sind sehr anschaulich und lassen sowohl die magische Welt von Avalon als auch die raue, aber schöne Natur Britanniens für die Leser lebendig werden.

Das Buch liest sich sehr schnell. Die Geschichte wird so angenehm erzählt, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Die Kapitel sind so kurz, dass man immer noch ein weiteres lesen möchte. Die einfache, aber dennoch abwechslungsreiche Sprache trägt ihr Übriges zum schnellen Lesevergnügen bei.

Esmé ist eine sympathische Hauptperson. Zunächst ist sie sich selbst fremd, was sehr einfühlsam und authentisch geschildert wird. Im Lauf des Buches macht sie eine überzeugende Wandlung durch und findet ihre wahre Bestimmung. Ihre Liebe zum Mann aus ihren Träumen wird romantisch, aber nicht zu kitschig erzählt und bleibt in der Logik der Geschichte realistisch nachvollziehbar.

„Die Prophezeiung“ ist ein Buch, das man gerne liest. Es liest sich leicht, ist spannend, ein wenig magisch, ein wenig düster (aber nicht zu düster), ein wenig romantisch (aber nicht zu romantisch) und schön atmosphärisch. Ich kann es sowohl für jugendliche als auch für junggebliebene Leser empfehlen. Obwohl es der erste Band einer Trilogie ist, ist die Geschichte recht gut in sich abgeschlossen. Das Setting hat jedoch großes Potenzial und verspricht weitere fantastische Abenteuer in den folgenden Bänden.

Mein Fazit:

Vielen Dank an den familia-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Information zur Reihe:

Die Wächter von Avalon

Abenteuerlich-romantische Jugend-Fantasy-Trilogie

1: Die Prophezeiung
2: Der Fluch des Suadus
3: Die Legende von Ýr
 

Hast du "Die Nebel von Avalon" auch gelesen? Was ist dein liebstes Avalon-Buch?

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